Veröffentlicht am

Korn

Korn oder Kornbrand ist ein aus Getreide hergestelltes alkoholhaltiges Getränk, das zu den klaren Bränden in der Reihe der Spirituosen gezählt wird. Er sollte den Alkoholgehalt von 32 Volumenprozent und mehr haben. Beginnend mit dem Alkoholgehalt von 37,5 Vol% darf man die Bezeichnung Kornbrand verwenden. Hierbei hat sich auf dem Markt der Name Doppelkorn für den Korn mit 38 Vol% durchgesetzt.

Für die Herstellung von Korn werden nur die folgenden Getreidesorten zugelassen: Buchweizen, Gerste, Hafer, Roggen und Weizen. Die überwiegende Zahl der Kornbrände werden auf der Basis von Roggen bzw. Weizen hergestellt. Hafer und Buchweizen finden nur sehr wenig Verwendung. Überwiegend wird Gerste verwendet, damit man das, für den Brauprozess, benötigte Malz daraus gewinnt.

Korn wird hauptsächlich als „Kurzer“ getrunken. Er ist auch bekannt als Teil von einem Herrengedeck. Dabei wird der Korn zusammen mit Bier serviert. Er wird aber auch gerne in Verbindung mit Cola in Form von ColaKorn getrunken. Eher selten ist er die Grundlage bei Cocktails. Es gibt aber auch Cocktails wie den KornKir. Man kann bei Cocktails auf der Basis von Wodka, diese durch Korn ersetzen. Das Getränk ist hierzulande sehr beliebt und geschätzt. In der Gesamtproduktion der Spirituosen ist der Anteil bei ca. 9%.

Veröffentlicht am

Trinktemperatur

Trinktemperatur beeinflusst Geschmacksprofil

Die Trinktemperatur beeinflusst nachhaltig das charakteristische Geschmacksprofils von Weinspezialitäten jeder Art. Demnach existieren für jede Weinspezialität bestimmte Empfehlungen für die objektiv ideale Trinktemperatur, die die ursprünglichen Aromen der Getränke tatsächlich nicht verfälscht, sondern deren edle Note gekonnt hervorhebt. Im Gegensatz dazu lässt die falsche Trinktemperatur die Getränke fahl werden und raubt ihnen ihr Aroma.

Prinzipiell gilt die Faustformel; je leichter eine Weinspezialität, umso kühler die perfekte Trinktemperatur.

Empfehlungen, um Weinspezialitäten perfekt zu genießen

Die ideale Trinktemperatur von Grappa orientiert sich laut Experten an dem jeweiligen Alter der Spirituose. Im Sinne zertifizierter Richtlinien ist das Grappadestillat für ein Zeitfenster für mindestens 6 Monate zur Reifung zu lagern. Wahlweise dienen hierfür Holzfässer, Glasballons oder Edelstahltanks. Grappas, die über ein Zeitfenster von mindestens 6 Monaten gereift sind, gelten als “ frische Grappas“.

Zahlreiche Hersteller steigern die Lagerzeit des Grappas bis auf rund 36 Monate. Die verhältnismäßig längere Lagerung fördert die Harmonisierung des Destillates und begünstigt ein überdurchschnittlich sinnlich- weiches Geschmacksprofil. Derartige Grappa- Sorten, die mit einem relativ langen Reifeprozess verknüpft sind, sind als “ ältere Grappas“ zu klassifizieren.
Gemäß Weinexperten zeichnet sich ein frischer Grappa durch seine fruchtigen Aromen aus. Eine Trinktemperatur von + 10 ° C gilt in diesem Kontext als ideal. Ältere Sorten, die mit einem vergleichsweise intensiveren und vollmundigerem Geschmack einhergehen, sind bei Temperaturen von + 15 ° C optimal temperiert.

Experten befüllen das Grappaglas jeweils bis zur Hälfte und lassen die Weinspezialität im Nachgang für rund 10 Minuten atmen , damit die Aromen für einen optimalen Geschmack perfekt mit den Sauerstoffmolekülen reagieren können.

Die bestmögliche Trinktemperatur für Schaumweine wie Champagner und Prosecco liegt zwischen + 8 und + 10 ° C.
Weißwein ist optimal temperiert, sofern seine Temperatur zwischen + 8 ° und + 14 ° C liegt, während Rosewein eine Temperatur zwischen + 10 und + 14 ° C benötigt. Kenner genießen Rotwein bei einer Trinktemperatur zwischen + 14 und + 18 ° C.

Veröffentlicht am

Maische

Die Maische entsteht beim sogenannten Maischen, dem wichtigsten Arbeitsschritt bei der Wein- und Bierherstellung. Hierbei werden Rohstoffe mit viel Stärke benutzt zur Zuckergewinnung genutzt, beim Bier zum Beispiel Getreide, bei Weinen wird die Maische aus Obst und Trauben gewonnen. Man kann aber auch Maische aus Kartoffeln gewinnen.

Bei der Obstmaische werden von dem Obst die Stiele entfernt, es grob zermahlen und zerquetscht, bei der Getreidemaische wird geschrotetes Getreide mit Wasser und Zucker vermengt. Bei der Getreidemaische muss dem Getreide das Wasser und der Zucker hinzugefügt werden, da es, im Gegensatz zum Obst, kein eigenes Wasser und Zucker enthält. Später kommt alles zusammen in einen Bottich, wird erhitzt und dabei stetig umgerührt. Hierbei löst sich die Stärke im Wasser auf. Danach wird die Temperatur stärker erhitzt. Der Prozess kann bis zu 4 Stunden dauern. Je nach Bier- oder Weinsorte gibt es hier die unterschiedliche Verfahrensstufen, die sich später auf den Geschmack und die Qualität auswirken.

Schon allein die Maische aus weißen Trauben unterscheidet sich sehr stark von der aus der roten. Die Maische der weißen Trauben muss sofort abgepresst werden, während die der roten vor der Gärung zuerst heruntergekühlt werden und stehenbleiben muss. Der Grund hierbei ist der enthaltene Farbstoff in den Beeren.

Veröffentlicht am

Aperitif

Was ist ein Aperitiv?

Unter einem Aperitif wird meistens ein alkoholisches Getränk verstanden, welches vor dem Essen zu sich genommen wird, um, wie der Name schon sagt, den Appetit anzuregen. Insbesondere in der französischen und italienischen Küche ist ein Aperitif eine weit verbreitete Tradition. Neben seiner Funktion als Appetitanreger erfüllt er auch eine gesellige, soziale Funktion, indem er den Gästen die Zeit des Wartens auf das Essen verkürzt und zum Anstoßen anregt. Als Aperitif werden bevorzugt Spirituosen, wie Schaumweine, Weine, Cocktails und Bier serviert. In Frankreich ist der traditionelle Apetitanreger ein Pastis.

Aperitiv

Zu einem Aperitif werden häufig kleine Appetithäppchen oder Gebäckspezialtäten angeboten. An Feiertagen können Sie auch die klassischen Aperitifs wie Sekt oder Champagner anbieten, das stimmt die Gäste feierlich auf das Essen ein. Auch nicht alkoholische Getränke wie frisch gepresste Säfte können geeignet sein. Wichtig ist vor allem, dass der Aperitif zum Essen passt. Dafür können je nach Essen auch mehrere Appetitanreger zur Wahl gestellt werden. Ungeeignet sind Appetitanreger, die Milch oder Milchprodukte enthalten, da sie den Magen sättigen.

Veröffentlicht am

Fässer

Fässer; Einzahl Faß

Fässer finden in der Alkoholherstellung und -verarbeitung vielfältige Verwendungen. Neben der Nutzung als Transportmittel (Beispiel Bierfaß), werden sie auch zur Gärung (Maischefaß) und zur Lagerung im Sinne des Ausbaus (hier vor allem bei Wein oder auch Whisky) eingesetzt.
Der Ausbau erfolgt üblicherweise in Holzfässern, da diese Aroma- und Farbstoffe an den in ihnen enthaltenen Alkohol abgeben sollen. Die so gewonnenen Aromen variieren nicht nur durch die Holzart der Fässer, sondern auch durch den vorherigen Inhalt.

Fässer gibt es in verschiedenen Größen; von einigen wenigen Litern Inhalt bis hin zu 1,7 Millionen Litern Fassungsvermögen beim Dürkheimer Riesenfaß, dem größten Fass der Welt.

Fässer aus Holz können bei richtiger Lagerung mehrere hundert Jahre genutzt werden. Die Herstellung von Holzfässern ist sehr aufwendig und erfolgt von Hand. Die dabei am häufigsten verwendete Holzart ist Eiche. Der Beruf eines Fassbinders, Böttchers oder auch Küfers stirbt jedoch zusehends aus.

Veröffentlicht am

Digestif

Als Digestif werden eine Reihe von alkoholischen Getränken bezeichnet, die nach einer Mahlzeit zur Förderung der Verdauung getrunken werden. Digestifs unterscheiden sich vom Aperitif, der vor der Mahlzeit eingenommen wird. Der Digestif wird auch Verdauungsschnaps genannt. In der Schweiz ist die Getränkeart unter der Bezeichnung Verdauerli bekannt, während im norddeutschen Raum der Begriff Zerhacker herkömmlich ist. Der Begriff Digestif leitet sich aus dem lateinischen Wort für Verdauung ,digestio‘ ab, und bedeutet grob übersetzt ,die Verdauung betreffend, auch, verdauungsfördernd. Unter den als Verdauungsschnaps bezeichneten Spirituosen sind Weinbrände (z. B. Cognac), klare Spirituosen (z. B. Wodka, Korn), diverse Liköre und Obstbrände (z. B. Mirabellenbrand).

Die verdauungsfördernde Wirkung des Digestifs hängt mit den im Getränk enthaltenen Bitterstoffen zusammen. Diese Substanzen regen Zellen in der Magenschleimhaut an, Säure zu produzieren, welche die Vorverdauung der Speisen vereinfacht. Des Weiteren enthalten die meisten Digestifs Kräuterextrakte und/oder Gewürze mit verdauungsfördernder Wirkung. Die verdauungsfördernde Wirkung des Verdauungsschnapses ist jedoch nicht wissenschaftlich belegt. Während Bitterstoffe nachgewiesen die Verdauung fördern, ist auch bekannt, dass Alkohol verdauungshemmend wirkt, weil es die Muskeln des Verdauungstraktes entspannt und so die Pumpbewegung der Magenwände hemmt, die den Mageninhalt vorwärts bewegen würden. Viele Wissenschaftler sind sich einig, das die verdauungsfördernde Wirkung des Verdauungsschnapses ein Placeboeffekt ist.

Veröffentlicht am

Geist

Als Geist wird eine Spirituose aus Früchten oder Beeren mit geringem Zuckergehalt (Zwetschgen, Birnen, Äpfeln, Himbeeren, etc.) bezeichnet. Von Obstbrand unterscheidet sich Obstgeist dadurch, dass bei Obstgeist die Aromatisierung des geschmacksneutralem, reinem Alkohol ausschließlich durch Früchte erfolgt, üblicherweise Beerenfrüchten, da deren geringer Zuckergehalt für eine alkoholische Gärung unzureichend ist. Der bekannteste Geist, den wahrscheinlich auch Sie kennen, ist Himbeergeist. Bezüglich der Lagerung und der Lagerzeit gibt es für Geist keine verbindlichen Vorgaben. Die Spirituosen-Kategorie Obstgeist ist europaweit einheitlich geregelt. Der Mindestalkoholanteil muss 37,5 Volumenprozent betragen. Obstgeist trinken Sie leicht gekühlt oder bei Zimmertemperatur.

Wesentliche Unterschiede zwischen Obstbrand und Obstgeist gibt es bei der Herstellung. Eine Spirituose mit der Bezeichnung Obstbrand ist generell teurer als Obstgeist, da die Herstellung aus kleinen Früchten wesentlich aufwendiger ist. Zur Herstellung von Obstbrand wird gegärte Maische verwendet. Beim Ostgeist werden sowohl die Farbe als auch die Aromen aus den Früchten durch zugefügten Neutralalkohohl gelöst. Zur Herstellung von Obstgeist werden deshalb besonders aromatische Früchte verwendet. Tiefgekühlte oder frische Früchte werden in Alkohol eingelegt, damit der Alkohol die Aromen aufnimmt. Dieser Frucht-Alkohol-Ansatz wird anschließend destilliert. Außer Himbeeren werden zur Herstellung von Geist Hagebutten, Heidelbeeren, Vogelbeeren, Brombeeren, Holunderbeeren und Schlehen verwendet. Geist darf nur sortenrein verkauft werden.

Veröffentlicht am

Weinbrand

Weinbrand ist eine der ältesten Spirituosen weltweit. Sie wird aus Weintrauben gebrannt. Auch bei den ausländischen Varianten Cognac, Armagnac (Frankreich) und Brandy (Spanien) handelt es sich um Weindestillate. Außer Deutschland sind die USA, Italien, Spanien und Frankreich bedeutende Weinbrand-Produzenten. Welche Spirituosen als Weinbrände verkauft werden darf, definiert das EU-Spirituosen-Recht. Weinbrände können Sie leicht von anderen Spirituosen unterscheiden. Eine Spirituose, die Ihnen als Weinbrand zum Verkauf angeboten wird, muss mindestens 36 Volumenprozent Alkohol besitzen. Weinbrand muss zudem mindestens 6 Monate in kleinen Fässern mit weniger als 1000 Liter und anschließend 12 weitere Monate in großen Eichenholzfässern reifen. Diese verleihen der Spirituose ihr unverwechselbares Aroma.

Bei Brandy handelt es sich ebenfalls um Weinbrand. Diese Bezeichnung wird zudem für Spirituosen verwendet, die nicht aus Traubenwein erzeugt werden. Spanien ist der wichtigste Brandy-Erzeuger. Brandy wird generell aus zwei unterschiedlichen Destillaten hergestellt. Mit diesen beiden Destillaten soll ein feinerer Geschmack erzielt werden. Deutscher und französischer Weinbrand (Cognac) wird aus Holandas (60 bis 65 Volumenprozent Alkohol) hergestellt. Cognac muss mindestens 30 Monate in Limousin-Eiche-Fässern lang reifen. Die alten Fässer verleihen Cognac die goldgelbe Farbe und den milden Geschmack. Armagnac – wird aus Trauben von mindestens fünf Jahre alten Weinreben gebrannt. Bereits beim Traubenanbau müssen Vorschriften eingehalten werden.

Veröffentlicht am

Spirituose

In die deutsche Sprache übersetzt bedeutet der Begriff Spirituose „geistiges Getränk“ oder „Geist“. Früher wurde in Deutschland die Bezeichnung Branntwein verwendet. Das alkoholische Getränk ist zum Genuss für Sie und andere Menschen bestimmt. Laut aktueller EU-Bestimmungen müssen Getränke, die Ihnen als Spirituosen angeboten werden, einen Alkoholanteil von mindestens 15 % Vol. besitzen. Eine Ausnahme gilt für Eierlikör. Bei dieser Spirituose muss der Anteil an Alkohol mindestens 14 % Vol. betragen. Umgangssprachlich werden Spirituosen schlicht Schnaps genannt, da Sie das Getränk mit einem schnellen Zug aus einem kleinen Glas trinken.

Ausgangsmaterial für die Herstellung einer Spirituose wird entweder durch Vergärung von Fruchtsäften oder zuckerhaltigen Getreidelösungen oder durch das Einlegen von Früchten und Beeren in Alkohol erzeugt. Wasser oder Brände basieren auf vergorenen Fruchtmaischen. Bei Geist, beispielsweise Himbeergeist, erzeugt hochprozentiger, neutral schmeckender Alkohol das Aroma. Zucker enthält diese Spirituose nur geringe Mengen. Das anschließende Brennen wird Destillation genannt.

Eine Spirituose kann durch eine ein- oder mehrmalige Destillation hergestellt werden. Bis zur Reife wird das Destillat meistens in Eichenholzfässern gelagert. Das Holz verleiht dem Destillat eine bräunliche Färbung. Um den Alkoholanteil auf Trinkstärke zu reduzieren, wird dem Destillat Wasser zugesetzt. Sie können des Weiteren Spirituosen kaufen, denen zur Aromatisierung eine geringe Menge Pflanzenextrakt beigegeben wurde.

Veröffentlicht am

Rauhbrand

Werdegang Obstbrand

Um den Begriff Rauhbrand näher zu erklären, muss man vorab die einzelnen Vorgänge erklären die zur Herstellung von Obstbrand nötig sind. Obst muss reif geerntet und sogleich verarbeitet werden. Vorab müssen Stängel und Blätter beim Waschen entfernt werden. Anschließend Obst in Obstmühle mahlen, danach in Fässer einfüllen.
Tipp: Hefe hinzufügen, beschleunigt Vorgang der Gärung. Damit der Gärprozess ideal verläuft, die Fässer bei einer Temperatur von ca. 15 Grad lagern. Fässer mit Gärspund versehen, damit Gase entweichen können. Nach etwa drei Wochen müsste die Maische fertig sein. Brennzeitpunkt wird durch Messung Restzuckergehalt ermittelt.

Rauhbrand und Feinbrand

Rauhbrand stellt das erstmalige Brennen der Maische dar. Rauhbrand endet, wenn der Alkoholgehalt des Destillats unter 10 Prozent fällt. Anschließend folgt das Wichtigste beim Brennen von Schnaps, der Feinbrand. Gegenüber dem Rauhbrand wird beim Feinbrand langsam gebrannt. Notwendig damit sich Vor-, Mittel- und Nachlauf besser getrennt werden können. Später wird der Mittellauf zu Edelbrand verarbeitet.
Abschließend Schnaps mehrere Jahre lagern damit sich das Aroma voll entfalten kann.